A

 

Die Abformung, in der Zahnmedizin auch Abdruck genannt, ist die Anfertigung eines Abdruckes der Zähne bzw. des Kiefers mit Hilfe von plastischen Abformmaterialien (Alginate, Hydrokolloid, Silikon, Polyether, Gips oder Wachs).

Durch das Ausgießen der Abformung mit einem geeigneten Material (beispielsweise Gips) erhält der Zahntechniker eine Kopie der Form von Zähnen bzw. Kiefer, das so genannte „Modell“ und kann darauf den Zahnersatz anfertigen.

 

B

 

BEMA steht abkürzend für „Bewertungsmaßstab für kassenzahnärztliche Leistungen“. Er ist die Grundlage für die Abrechnung der kassenzahnärztlichen Sachleistungen (Untersuchungen, Füllungen, Extraktionen etc.) und wird über die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (Körperschaften des Öffentlichen Rechts) zwischen den Krankenkassen und den Zahnärzten verrechnet.

Die privatzahnärztlichen Leistungen hingegen werden entsprechend der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) abgerechnet.

 

Das Bonusheft stellt einen Nachweis von Zahngesundheitsuntersuchungen für die Versicherten der Gesetzlichen Krankenkassen dar. Erhältlich ist es in den Zahnarztpraxen, welche die Kontrolluntersuchung des Patienten durch die entsprechende Eintragung in das Bonusheft bestätigen.

Die Kontrolluntersuchung sollte mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden. Kann der Patient seine jährlichen Besuche regelmäßig nachweisen, hat er Anspruch auf einen höheren Zuschuss durch die Krankenkasse beim Zahnersatz. Wer kein Bonusheft führt, bekommt lediglich den vorher festgesetzten Festzuschuss.

Bei einem über 5 Jahre lückenlos geführten Bonusheft wird der Festzuschuss um 20%, bei 10 Jahren um 30% erhöht (bei mindestens einmaligem Zahnarztbesuch pro Jahr). Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sind zwei Kontrollen pro Jahr nötig um den vollen Bonus zu erhalten.

 

Eine Brücke ist ein Zahnersatz, der über so genannte Brückenanker fest mit den Pfeilerzähnen verbunden wird. Die fehlenden Zähne werden durch Brückenzwischenglieder ersetzt.

Werden Teleskopkronen als Anker genutzt, kann eine solche Brücke auch herausnehmbar sein.

Zumeist besteht der tragende Teil einer Brücke, das Brückengerüst, aus einer Gold- oder Nichtedelmetall (NEM). Ist dieses mit einer gebrannten Keramikmasse beschichtet, spricht man von einer Verblend-Keramik-Brücke. Durch diese Keramikverblendung können täuschend echt wirkende und kosmetisch hervorragende Ergebnisse erzielt werden.

Derzeit gibt es auch Brücken aus Zirkon oder Vollkeramik, die ohne ein metallisches Grundgerüst auskommen. Bei der aufwendigen Herstellung dieser Brücken wird aus einem Keramikblock computergesteuert, mit Hilfe der CAD/CAM-Technologie, ein Brückengerüst herausgefräst und mit spezieller Keramikmasse beschichtet.

C

 

Bei Anwendung der dentalen CAD/CAM Technologie wird der Abdruck einer Präparation im Mund bzw. ein Modell mit Hilfe eines Scanners in den Rechner eingelesen. Gemäß dem CAD Verfahren (Computer Aided Design) werden die aufgenommenen Bilder auf dem Monitor dargestellt und die Restauration mit einer speziellen Software konstruiert. Anschließend werden die so erzeugten Konstruktionsdaten im CAM Verfahren (Computer Aided Manufacturing) an eine Fräsmaschine, die über einen Computer gesteuert wird, gesendet und die Restauration vollautomatisch maschinell hergestellt.

So können hochpräzise, ästhetische und gewebeverträgliche Versorgungsformen aus unterschiedlichen Materialien (u. a. Zirkon, NEM oder Kunststoff) hergestellt werden. Anschließend wird das fertige Gerüst im Dentallabor in kunstfertiger Handarbeit in Ihrer individuellen Zahnfarbe vollendet.

F

 

Der Festzuschuss ist der durch die Gesetzlichen Krankenversicherungen übernommene Anteil an den Gesamtkosten des Zahnersatzes inklusive der zahnärztlichen Leistung.

Für einen bestimmten zahnärztlichen Befund erhält der Patient einen "festen Zuschuss" zu den Kosten der Behandlung. Ist der Zahnersatz teurer als der Festzuschuss, so muss der Patient den Restbetrag selbst tragen (Eigenanteil). Die Höhe des Festzuschusses ist abhängig vom zahnmedizinischen Befund (befundorientierter Festzuschuss) und dem jeweiligen Bonus. Befundorientiert bedeutet, dass der Patient, unabhängig davon, ob er sich für eine preiswerte oder aufwendige Lösung entscheidet, immer den gleichen Festzuschuss erhält. Bestandteile der Versorgungen, die über die medizinisch notwendige Versorgung (Regelversorgung) hinausgehen und eher einer höherwertigen Versorgung (Privatleistung) dienen, beispielsweise ein Implantat anstatt einer Brücke, müssen durch den Patienten selbst bezahlt werden. Der Festzuschuss ist für jeden Patienten (in Abhängigkeit vom Bonusheft) gleich. Ausgenommen sind Härtfallregelungen.

 

Eine Füllung ersetzt die durch Karies zerstörte Zahnsubstanz.

Es gibt verschiedene Arten von Füllungsmaterialien. Man unterscheidet metallfarbene Materialien (z. B. Gold, Amalgam) und zahnfarbene Materialien (z. B. Komposit, Kompomer, Keramik).

G

 

Bei dem so genannten galvanischen Verfahren wird ein Metallgerüst aus reinem Gold hergestellt. Die Methode hat den Vorteil, dass die Schicht der Krone verhältnismäßig dünn ist. So wird eine optimale Ästhetik erreicht und das Risiko, dass Allergien oder Metallunverträglichkeiten ausgelöst werden ist sehr gering.

 

Ein Geschiebe ist ein Verbindungselement zwischen festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz. Zwei Teile bilden das Geschiebe: Eines dieser Teile wird in einem Stück mit Kronen verbunden, die fest im Mund verbleiben, das zweite Teil wird mit der zu fertigenden herausnehmbaren Teilprothese verbunden. Vorteil des Geschiebes ist, dass man die Verankerung von außen nicht sieht und es eine gute Kraftverteilung auf die Restzähne gewährleistet.

 

GOZ ist die Abkürzung für „Gebührenordnung für Zahnärzte“; sie regelt das Honorar für Leistungen, die nicht im Rahmen der kassenzahnärztlichen Versorgung erbracht werden.

Die Gebührenordnung ist gesetzlich festgelegt und jede der zahnärztlichen Leistungen (Stand 1988) ist einzeln beschrieben und jede Leistung ist mit einer eindeutig festgelegten Anzahl von Leistungspunkten verknüpft. Diese Punkte ändern sich nicht und sind mit einem festen "Wechselkurs" (Punktwert) versehen, dieser ergibt den Geldbetrag.

Kommt es zu Leistungen mit unterschiedlichen Schwierigkeiten, wird der Steigerungssatz hinzugefügt. Bei einer Steigerung um das 1 bis 2-fache geht es ohne schriftliche Begründung; bei einer 2,3-fachen Steigerung muss eine schriftliche Begründung erfolgen.

H

 

Wenn das monatliche Familien- bzw. Bruttoeinkommen unter einer bestimmten Grenze liegt, gilt man als unzumutbar belastet (Im Jahr 2017: Alleinstehende 1190,00 Euro; mit einem Angehörigen 1.636,25 Euro; mit zwei Angehörigen 1.933,75 Euro; jeder weitere Angehörige zusätzliche 297,50 Euro). Üblicherweise muss der Krankenkasse ein Nachweis über die finanzielle Lage vorgelegt werden. In so einem Fall übernimmt die gesetzliche Krankenkasse 100 % der Kosten, sofern der Patient sich für eine Regelversorgung entscheidet. Der Zahnersatz wird nun zunächst mit dem doppelten Festzuschuss (einfacher Festzuschuss mal Faktor zwei) bewilligt, da ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht exakt feststeht, wie hoch die tatsächlichen Kosten sein werden. Für eventuell anfallende Mehrleistungen, wie zum Beispiel höherwertige Legierungen aus Edelmetall, trägt man die Kosten selbst. Reicht bei einem Härtefall und ausschließlicher Regelversorgung der doppelte Festzuschuss jedoch nicht aus, sind die Krankenkassen nach Satzungsrecht verpflichtet, auch die Kosten zu übernehmen, die die doppelte Festzuschusshöhe überschreiten. Wird jedoch der Ersatz aufgrund z. B. niedriger Laborkosten günstiger, so steht dem Versicherten nicht der doppelte Zuschuss, sondern nur die Übernahme der tatsächlichen Kosten zu.

 

Der Heil- und Kostenplan, kurz HKP, ist eine schriftliche Aufstellung des geplanten Zahnersatzes und der entsprechenden Kosten. Er wird in der Zahnarztpraxis erstellt, um diesen bei der Gesetzlichen Krankenkasse vorzulegen (Pflicht - bis auf wenige Ausnahmen - vor Beginn der Behandlung). Bei der Privaten Krankenkasse wird empfohlen, den HKP ebenfalls vor einer Behandlung vorzulegen, um den Erstattungsbetrag abzuklären.

Heil- und Kostenpläne sind als verbindlich zu betrachten, was die Höhe des Arzthonorars angeht, außer der Zahnarzt weist im Vorab auf mögliche Komplikationen hin.

I

 

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, eingesetzt in den Kieferknochen und dienen der Befestigung von Brücken, Kronen und Prothesen. Zahnimplantate werden meist in den Kieferknochen über ein Schraubgewinde eingedreht oder eingesteckt. Nach drei bis sechs Monaten ist das Implantat mit dem Kieferknochen verwachsen. Die Gewebeverträglichkeit ist heutzutage weitgehend gegeben. Der Vorteil einer Implantatversorgung liegt vor allem darin, dass das Abschleifen natürlicher Zähnen für die Aufnahmen von Kronen und Brücken verhindert wird.

 

Die Individualprophylaxe, auch professionelle Zahnreinigung genannt, stellt eine individuelle Vorsorgemaßnahme dar. Sie umfasst die professionelle Zahnreinigung, Fluoridierung, Karies-Risiko-Diagnostik und die individuelle Beratung. Allerdings zählt sie zu den Behandlung, deren Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

 

Inlays sind Einlagefüllungen. Sie sind eine hochwertige und langlebige Alternative zu Füllungen aus Amalgam, Zement oder Kunststoffen. Das Inlay wird dann vom Zahnarzt geplant, wenn der Defekt noch nicht so groß ist, dass eine Krone notwendig wird.

Inlays bestehen aus Gold, Keramik oder Kunststoff. Aus ästhetischer Sicht werden Inlays oft aus Keramik oder Kunststoff bevorzugt, weil sie zahnfarben sind.

 

Eine Interimsprothese ist ein provisorischer herausnehmbarerer Zahnersatz. Sie wird, im Gegensatz zur Immediatprothese, erst nach erfolgter Zahnbehandlung und Sanierung abgeformt und angefertigt und dient der Überbrückung des Zeitraumes bis zum Einsetzen der endgültigen Versorgung. Mit Hilfe kleiner Anker wird die Prothese auf noch vorhanden Zähnen befestigt. Sie kann jederzeit zum Reinigen herausgenommen werden.

Das primäre Ziel einer Übergangsversorgung in Form einer Interimsprothese ist, nicht ohne Zähne sein zu müssen. Weitere Aufgaben der Interimsprothese sind u. a., die Wundabdeckung, Wandern der Zähne in eine Lücke zu verhindern, Zerkleinerung von Speisen, Fixierung der Bisslage beider Kiefer zueinander und Gewöhnung an eine Prothese. Sie wird für die Dauer weniger Wochen bis zu einem Jahr, je nach Erfordernis, eingegliedert.

K

 

Karies (lat. caries: Fäule) ist eine weltweit verbreitete Mundkrankheit. Die in der Mundhöhle lebenden Bakterien, ernähren sich von Kohlenhydraten (Zucker) und wandeln diese zu Energie um, wobei Säuren freigesetzt werden. Diese greifen den Zahnschmelz an und entkalken ihn. Nachdem unter der intakten Schmelzoberfläche eine Entkalkung stattgefunden hat, bricht die Zahnschmelzoberfläche schließlich ein. Voraussetzung für die Entstehung von Karies ist also Plaque (Zahnbelag). Besonders gefährdete Stellen sind Zahnhälse, Kauflächen und Zahnzwischenräume.

 

Knopfanker bestehen aus zwei Teilen, aus einem Knopf und einer Hülse, in welche dieser einrastet. Er funktioniert wie ein Druckknopf. Der Knopf wird am festsitzenden Zahnersatz befestigt und die Hülse am herausnehmbaren Zahnersatz. Diese Verankerung bietet unsichtbaren, sicheren Halt.

 

Die Zahnkrone bzw. deren künstlicher Ersatz ist der Oberbegriff für den sichtbaren, oberen Teil eines Zahnes. Wenn ein kariöser Zahn nicht mehr durch eine Füllungrestauriert werden kann, muss eine Krone eingesetzt werden. Sie ist eine künstliche, hülsenartige Auflage aus Keramik, Kunststoff oder Metall und ersetzt die natürliche Zahnkrone.

Das eigentliche Überkronen des Zahnes geschieht durch das Beschleifen des natürlichen Zahnes, wobei die vorhandene Zahnkrone in der Größe reduziert wird. Hierdurch erhält der Zahnarzt Platz für das Setzen der vom Zahntechniker angefertigten, künstlichen Krone. Man unterscheidet folgende Arten der Krone: Vollgusskrone, Teilkrone, Kunststoffverblendkrone, Keramikverblendkrone, Vollkeramikkrone, Galvanokrone, Teleskop- oder Konuskrone.

L

 

Das Langzeitprovisorium ist eine provisorische Versorgung (Kunststoffkronen und –brücken) bis zu dem Zeitpunkt, wo nach medizinischen Erkenntnissen eine endgültige Versorgung des Zahnes oder der Zahnlücke erfolgen kann.

M

 

Eine Modellgussprothese ist eine herausnehmbare Teilprothese. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die Basis aus einem gegossenen Metallgerüst mit Klammern besteht. Auf dieser Basis werden dann mit Hilfe von Kunststoff, der die Farbe des Zahnfleisches hat, die zu ersetzenden Zähne aufgestellt. Damit sie festen Halt hat und den Belastungen beim Kauen und Sprechen standhalten kann, wird sie über die gegossenen Klammern auf den Zähnen abgestützt.

N

 

Die Narkose (gr. narce: Starre) ist eine allgemeine Betäubung mit Ausschaltung von Bewusstsein und Schmerzempfinden. Bei einer Teilnarkose hingegen bleibt das Bewusstsein erhalten. Bei dieser Narkoseform wird nur ein Teil des Körpers gefühllos und damit schmerzunempfindlich. Eine sanfte Weiterentwicklung der Narkose ist die Sedierung (Dämpfung von Schmerzen, ohne die früher unangenehmen Nebenwirkungen. Man nennt sie auch Schlummernarkose.

 

Nichtedelmetall-Legierungen (lat. ligare: zusammenbinden, verbinden oder auch vereinigen) enthalten Kobalt, Chrom, Molybdän oder Nickel. Da Zahnersatz ein stabiles Gerüst benötigt, gibt es verschiedene Dental-Legierungen aus unterschiedlichen Metallen.

Man unterscheidet die Edelmetall-Legierungen von den ebenfalls mundbeständigen Nichtedelmetall- Legierungen. Ihre Farbe ist silberglänzend. Für Patienten, die zum Beispiel auf Nickel allergisch reagieren, stehen nickelfreie Legierungen zur Verfügung.

Seit der Gesundheitsreform 2005 wird Edelmetall nicht mehr (nur in Ausnahmefällen) von den Krankenkassen übernommen, denn die Regelversorgung ist die Nichtedelmetalllegierung geworden. Die Berechnung der Festzuschüsse erfolgt grundsätzlich auf der Basis von NEM-Legierungen. Derartige Verbindungen sind nach Ansicht der Wissenschaft praxiserprobt und unterliegen dem Qualitätsbezeichnenden Medizinproduktegesetz.

O

 

Ein Onlay ist eine Form des Zahnersatzes. Hier wird im Gegensatz zu einem Inlay die ganze Kaufläche inklusive der Zahnhöcker von Metall oder Keramik überlagert. Als Materialien stehen Gold und Keramik zur Verfügung. Das heißt, ein Onlay wird immer dann eingesetzt, wenn der Schaden am Zahn für ein Inlay bereits zu weit ausgeprägt ist und Zahnhöcker in die Versorgung mit einbezogen werden müssen.

P

 

Die Paradontitis ist eine entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodont). Sie führt ohne Behandlung zu Zahnlockerung und schließlich zum Verlust des betroffenen Zahnes. Die Parodontitis geht einher mit dem Auftreten bestimmter Bakterien. Im Gegensatz zur Gingivitis (Zahnfleischentzündung) sind Parodontitis-Schäden nicht völlig reparabel. Durch professionelle Belagsentfernung, regelmäßige zahnärztliche Kontrollen und gute Mundhygiene kann das Fortschreiten der Entzündungverlangsamt bzw. aufgehalten werden.

 

Fälschlicherweise wird der Bergriff Parodontose im allgemeinen Sprachgebrauch oft für eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) verwendet. Parodontose ist jedoch eine entzündungsfreie Rückbildung des Zahnhalteapparates, im Gegensatz zu entzündlichen Prozessen, die durch die Endung -itis gekennzeichnet werden.

 

Die Professionelle Zahnreinigung (PZR) umfasst alle Maßnahmen zur Reinigung der Zahnoberflächen. Diese werden üblicherweise von speziell geschultem Personal (Prophylaxeassistent, Dentalhygieniker) in der Zahnarztpraxis durchgeführt. Die PZR beinhaltet die Entfernung von Zahnstein und anderen hartnäckigen Belägen sowie Verfärbungen. Anschließend werden die Zähne poliert, um eine erneute Ansiedlung der Bakterien zu erschweren. Eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung ist nicht nur eine kosmetische Maßnahme, sondern eine wesentliche Voraussetzung für die Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnhalteapparats.

 

Zahnärztliche Prothetik ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich verschiedener Methoden bei fehlenden Zähnen, Knochenpartien oder auch Weichteilen in der Mundhöhle bedient, um diese zu ersetzen.

 

Das Provisorium ist ein vorläufiger, nicht endgültiger Zahnersatz und dient dem Schutz eines Zahnes nach Präparation bis zur Eingliederung des endgültigen Zahnersatzes oder als temporäre Versorgung, z. B. einer Zahnlücke bis zur späteren endgültigen Versorgung. Die Provisorien werden entweder direkt im Mund oder nach Abdruck in einem Dentallabor individuell angefertigt.

R

 

Die Regelversorgung ist ein Begriff aus dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) für Zahnersatz ab 2005 bei Gesetzlich Versicherten.

Sie wurde für jeden individuellen zahnärztlichen Gebiss-Befund festgelegt und beschreibt eine zahnärztliche Therapie unter den Gesichtspunkten der Gesetzlichen Krankenversicherung, d.h. es handelt sich um einen medizinisch ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen Zahnersatz.

So werden die Festzuschüsse auf der Grundlage der Regelversorgung berechnet, welche die Krankenkassen mindestens bezahlen müssen und die Vergütung für die durchgeführte Regelversorgung richtet sich nach dem BEMA.

 

Der Riegel ist ein Verbindungselement zwischen der herausnehmbaren Teilprothese und dem Restzahnbestand. Er sichert die Prothese zusätzlich ab; denn nur, wenn der Riegel (passives Halteelement) vom Patienten geöffnet wird, kann die Prothese herausgenommen werden.

S

 

Der Zahnschmelz ist die äußere Hartsubstanz und bedeckt den sichtbaren Teil des Zahns (Zahn krone). Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz im menschlichen Körper. Er besteht zu 98 % aus Mineralstoffen (Calcium und Phosphat), die ihm diese extreme Härte verleihen. Unter dem Zahnschmelz liegt das Dentin, welches wiederum den Zahnnerv umgibt.

 

Ein Steg ist eine stangenartige Verbindung zwischen den bestehenden, überkronten Restzähnen (Kronen, Teleskopkronen oder Implantaten). Er dient einerseits dem zusätzlichen Halt dieser Kronen und andererseits als Halteanker für den herausnehmbaren Zahnersatz.

 

Die Stomatologie ist die Wissenschaft der Heilkunde der Krankheiten der Mundhöhle, also der Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten.

T

 

Die Teleskopkrone wird auch als Doppelkrone bezeichnet, da bei dieser Variante eine Metallkrone als Schutz direkt auf den Zahn fest zementiert (Innenteleskop) und mit einer zweiten Krone (Außenteleskop) überkront wird, welche wiederum aus Metall besteht, aber mit Kunststoff verblendet ist. Sie dient der Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes.

 

Da das Metall Titan u. a. außergewöhnlich gut verträglich (es wurden praktisch keinerlei allergische Reaktionen gegen Titan als medizinischen Werkstoff beobachtet), äußerst belastbar und langlebig ist, findet es in der Zahnheilkunde häufig für Zahnimplantate, aber auch Zahnkronen und –brücken Anwendung.

U

 

Die Unterfütterung ist eine Methode, um mangelhaft sitzende Prothesen wieder genau anzupassen. Hierbei wird durch Auftragen eines entweder harten oder eines weich bleibenden Prothesenkunststoffes die Prothese dem Kiefer wieder exakt angepasst.

V

 

Veneers (engl.: Furnier, Abdeckung, Fassade) sind dünne Verblendschalen aus Keramik, Kunststoff oder Komposites. In der Regel verwenden Zahnärzte Veneers aus Keramik, weil sie sehr gut verträglich sind und optisch ansprechender sind. Sie werden auf die Zähne, meist die Schneide- und Eckzähne, mittels eines Spezialklebers aufgeklebt. Diese Methode kommt vorzugsweise dann zum Einsatz, wenn Verfärbungen oder auch leichte Schiefstellungen der Zähne kosmetisch kaschiert werden sollen. Ferner bieten sich Veneers an, um große Zahnlücken zu schließen oder zur Korrektur von zu kurzen bzw. zu kleinen Zähnen. Dabei bestechen Veneers aus Keramik vor allem durch ihre hervorragende Ästhetik, Haltbarkeit und Bioverträglichkeit.

 

Um die kosmetischen unbefriedigende Vollgusskrone (silberfarben) zu überdecken, wird die Krone ganz oder teilweise mit einem zahnfarbenen Material überzogen ("verblendet"). Als Materialien werden dazu hauptsächlich Keramikmassen aufgebrannt, aber auch Kunststoffe „aufgeklebt“.

 

Die Verblockung ist ein starre Verbindung von Zähnen und Zahngruppen durch u. a. Stege, verlötete Kronen und Inlayschienen. Sie dient der Stabilisierung gelockerter oder einzeln stehender Zähne und der gleichmäßigen Verteilung der auftretenden Kräfte auf die Restzähne.

 

Die Vollgusskrone wird im Gussverfahren aus einer Metalllegierung hergestellt. Sie ist nicht mit Keramik verblendet, also entweder silber- oder goldfarben und wird daher eher im Backenzahnbereich eingesetzt.

 

Die Vollprothese, auch unter totale Prothese, Totalprothese oder Totale bekannt, ist ein herausnehmbarer Zahnersatz für den zahnlosen Kiefer. Die Kunststoffprothese findet ihren Halt mit Hilfe des Saugeffektes. Durch sie werden Kaufunktion, Sprache und Ästhetik wieder hergestellt.

W

 

Die Wurzelbehandlung wird bei Erkrankung oder Absterben eines Zahnnervs mit dem Ziel der Zahnerhaltung angewandt. Die Wurzelkanäle werden mit Hilfe bestimmter Instrumente und Lösungen zunächst gereinigt und geweitet. Anschließend werden sie mit einer Wurzelkanalfüllung versorgt und abgedichtet, sodass die Zahnwurzel wieder hergestellt ist.

Z

 

Zahnersatz dient nicht nur der vollständigen Wiederherstellung eines lückenhaften Gebisses, sondern auch der Erhaltung von Kaufunktion, Sprache und Ästhetik. Die möglichen prothetischen Maßnahmen werden grundsätzlich zwischen herausnehmbaren und festsitzendem Zahnersatz sowie Kombinationen beider Arten unterschieden. Auch die Möglichkeit des Einpflanzens künstlicher Zahnwurzeln, den so genannten Implantaten, ist gegeben.

 

Zirkoniumdioxid wird in der Prothetik insbesondere für die Herstellung von Gerüsten für Kronen und Brücken eingesetzt. Mittels dentaler CAD/CAM-Technologie oder Fräsung mit speziellen Kopierfrässystemen sind extrem genaue Passungen zu erreichen. Zirkon hat hervorragende Eigenschaften, insbesondere ist es extrem fest, metallfrei und biokompatibel. Außerdem verleiht die gute Lichtdurchlässigkeit des Zirkon dem Zahnersatz ein ästhetisches, natürliches Aussehen und die Schwarzfärbung der Metallränder ist bei Zirkon ausgeschlossen.